Putenrollfleisch

Mannmann wünschte sich wieder Rouladen. Echt mit Spinat und Feta. Da Rind aber recht teuer ist, haben wir auf Putenfleisch umgesattelt. Außerdem wollten wir dieses Mal keine Bohnen haben.

Das Fleisch war so seine Herausforderung. Mein Wunsch nach „Putenfleisch für Rouladen“ brachte die Fleischfachverkäuferin nämlich zum pusten. Nach ein wenig hin und her überlegen hat sie dann Schnitzel aus den besten Teilen der Putenbrust herausgeschnitten. Nicht mit der Maschine sondern via Hand um etwaige Salmonellen von Geflügel auf Schwein über die Maschine zu verhindern. Man hat nämlich nur zwei. Eine für Rind und eine fürs Ringelschwänzchen.
Dadurch fielen die Fleischstücke natürlich etwas dicker aus als eigentlich wünschenswert für Rouladen, aber sie gab mir den Tipp das Fleisch mit einer Folie abzudecken und dann zu klopfen.

Das habe ich dann auch gemacht. Ich hab einfach die Folientüte verwendet, in die das Fleisch gepackt wurde. Hat wunderbar geklappt:

Schnitzelvergleich

Das selbe Stück Fleisch vor (links) und danach (rechts) – leider hab ich nicht auf die Winkel geachtet aber man sieht, wie platt es danach ist… Und das war noch das kleinste Stück Fleisch.
Danach hab ich Senf, Sonnenblumenöl, Salz, Pfeffer und eine Priese Zucker vermischt und damit das Fleisch bestrichen. Merke: von der Würze kann durchaus viel viel viel mehr rein als man denkt.
Danach kam wie gewohnt Blattspinat und darauf Fetakäse drauf. Eingerollt, mit Mannmanns Spießtechnik echte Rouladen drauß gemacht und kalt gerstellt.

Leider hatte ich mich in den Mengen wieder verschätzt. Hatte ich jedoch letztes Mal zu viel Fleisch, hatte ich nun Spinat und Käse in Massen übrig.
Da ich sowieso Rahmspinat dazu machen wollte, habe ich diesen eingefroren gelassen und dafür den Blattspinat zerhackstückelt. Mannmann packte bei dieser Idee direkt das passende Werkzeug Folterinstrument aus:

Folterinstrument

Das Messerchen ist für solche Aufgaben eigentlich perfekt. Wenn man Kräuter zerschnippelt. Aber die Menge Spinat?
Ich habs versucht. Ehrlich. Aber das Messer ist alt und war vorher in den Händen meiner Quasi-Schwiegermutter, welche von meiner schlechteren Hälfte als „Messerzerstörerin“ bezeichnet wird. Und das nicht ohne Grund, denn die vererbten Messer waren alle stumpf – sie quetschten mehr als das sie schnitten. Die echten Messer hat Mannmann mit viel Geduld und einem Schleifstab wieder hinbekommen – und sie sind dennoch deutlich stumpfer als seine restlichen Mordwerkzeuge, was sie aber zu den perfekten Messern für mich macht.
Den Zerhacker hatte er zu selten in Gebrauch. Nach jeden dritten oder vierten Schnitt musste ich es wieder durch den Schleifstein (an den Stab wage ich mich nicht ran) ziehen. Dazu kommt der ergonomische Alptraum eines Griffes, der vielleicht in eine Kinderhand passt aber nicht in Meine. Und natürlich die Größe des Messers in Korrelation zur Menge des Gemüses.
Nachdem ich eine Priese Spinat fertig hatte und mein Handgelenk protestierte, bin ich protestierend zu Mannmann und habe mich beschwert. Ob er mich hassen würde oder so hab ich ihn gefragt. Messer scheiße. Punkt. Ich durfte dann großzügiger Weise das Messer aus dem Bild ganz oben verwenden. Nett wie er ist. Pff.

Als das endlich geschafft war, hab ich Speck in der gußeisernen Pfanne angebrachten – ohne Öl und scharf.

Speck

Die Pfanne hab ich dann ebenfalls erst mal „kalt“ gestellt (in dem Fall nur vom Ofen runter), Reis gekocht sowie den Spinat mit einem guten Stück Butter und etwas Wasser aufgekocht. Beides auf relativ kleiner Temperatur, nachdem es aufgekocht war, damit sie in Ruhe ziehen konnten und der Spinat noch Wasser verliert.
Währenddessen habe ich Tomatenmark und passierte Tomaten (jeweils ein Tetrapack bzw. Döschen) in einen Topf geworfen, Ofen an, einen fein geschnittenen Knoblauchzehokolyten und der Rest vom Senfgemisch dazu gegeben und unter rühren (mir war fad) aufgekocht. Eine halbe Packung Schmand eingerührt – die andere Hälfte kam zum Spinat – und den Speck dazu gegeben. Das Ganze hab ich dann mit Pfeffer, Salz und Oregano gewürzt (Mannmann hat noch Tapasco reingehauen, als ich nicht hingesehen hab) und als der Geschmack stimmte den restlichen Feta eingerühert. Das Ganze durfte dann bei niedriger Temperatur köcheln, damit der Feta schön schmelzen konnte.

Die Rouladen wurden dann bei mittlerer Temperatur in der Pfanne gebraten, in der auch der Speck liegen durfte – nur dieses Mal mit Öl. Das Fleisch habe ich – aus Fehlern lernend – aber nur relativ kurz drin gehabt, damit sich lediglich eine leichte dunkelbraune Farbe abzeichnete.

vor dem Ofen

Danach kam das Fleisch nochmal in den vorgeheizten Ofen (150°C Oberhitze + Umluft für 20 Minuten) damit es komplett gar wird. War ein voller Erfolg!/p>

Während ich auf die Sachen wartete hab ich ein bissle sauber gemacht. Erstaunlich wenig Müll wurde dabei fabriziert.

Müll

Wäre der ganze Abwasch und nichtorganische Müll nicht wäre das mal eine echt vorbildliche Speiße. 😀
So sah es dann fertig aus:

Fertig

Das Ganze schmeckte so gut, dass es das diese Woche nochmal geben wird – nur das wir die Pute dieses Mal als echtes Schnitzel essen und auf das rollen verzichten.
Die Tomatensoße in Verbindung mit den Spinat ist der Hammer!

Von wegen Thai

Als mich mal wieder absolute Ideenlosigkeit beschlich, was das Sachen Kochen anging, habe ich Mannmann um Rat gefragt. Der hatte auch erst keine Idee und verkündete dann, das sich mal was thailändisches machen solle. Weil er habe da noch eine Soße, die unbedingt weg muss.
Ich war davon eher wenig begeistert, da ich asiatisches Essen in der Regel nicht mag und mir die besagte Soße nicht schmeckte. Nachdem ich mich ewig und drei Jahre durch verschiedene Rezepte gegangen bin, habe ich mich entschlossen aufzubegehren. Soll er doch selber seine Soße aufbrauchen. So!

Da zu Thai aber immer ganz gut Huhn passt, habe ich mich dann wenigstens zu was mit Hühnchen entschieden. Soll ja gesund sein.
Also Hühnerbrustfilet besorgt, gesalzen, gepfeffert und kräftig angebraten. Dazu Cocktailtomaten halbiert und frischen Basilikum zerhackstückelt. Ja, ich habe mal keinen gefrorenen genommen, sondern selbst das Messer angelegt. Immer mal was Neues.

Bassillikum

Die fertigen Filetstücke habe ich in einer Auflaufform aufgereiht und die Tomaten einfach drüber geworfen. Natürlich möglichst verteilt, so das auf jeden Zentimeter Fleisch möglichst viel Tomate kam.

Tomatensex

Nebenbei wurde noch Schmand in einem Topf aufgekocht und darin Frischkäse geschmolzen. Okay. Eigentlich sollte es Schmelzkäse sein, aber ich war im Laden überfordert bei der Mega-Käse-Auswahl und hab mich eben für Frischkäse umentschieden. Da steht wenigstens breit Frischkäse drauf, kann man nicht viel falsch machen. Sobald der Käse flüssig war, habe ich den Großteil des Basilikums eingerührt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Das ganze kam dann über die Tomaten. Darauf wiederum kam dann noch klein geschnittener Mozzarella. Na, weiß jemand, warum es dieses Rezept wurde? 😉
Abschließend hab ich den Rest Basilikum drauf gestreut und ein Würfel Kräuterbutter verteilt. Das ganze kam dann für 30 Minuten bei 175° Umluft in den Ofen. Zwischendrin habe ich Ofenkroketten dazu geschoben, Reise wäre aber auch gegangen.

Fertig in Form

Mannmann habe ich das ganze dann serviert und seine dumme Thaisoße neben den Teller gestellt. Er hat erst doof geklotzt und sich die Soße dann einfach mit auf den Teller gekippt. Einfach so. Ohne vorher mal zu kosten. Angeblich habe das so aber sehr gut geschmeckt. Ja, ich habe es gekostet. Aber äh. Nein. Es bleibt bei angeblich.
Ohne Thaisoße war alles – bis auf das Fleisch – aber echt lecker. Das Fleisch selbst war mir persönlich zu trocken. Da fällt mir direkt wieder ein, warum ich so selten etwas mit Hühnchen mache. Es schmeckt mir einfach nicht. Also zumindest den Brustfleischteil. Den lasse ich am Broiler auch immer übrig.
Wird es aber trotzdem nochmal geben. Dann vielleicht mit Pute.

fertsch

Und ja – das mit den scharf Anbraten hab ich nicht so ganz hinbekommen.

Spinat trifft Nudel

Ich hatte mal wieder Bock auf Nudeln und entschied mich für einen Auflauf. Und weil es den lange nicht mehr gab, sollte es auch Spinat sein. Da bleibt dann nicht mehr fühl übrig – und allzu kompliziert war es auch nicht. Naja, außer man ist so blöd wie ich.

Als erste Amtshandlung habe ich natürlich (500g) Nudeln gekocht. Außerdem wurden (4) Zwiebeln und (2) Knoblauchzehen gewürfelt, bzw. Letzteres zerhackstückelt.

Zwiebeln

Danach wollte ich mein gemischtes Hack (1000g) anbraten. Ich wusste, dass ich es gekauft hatte – aber es war nicht im Kühlschrank. Mannmann wird es doch wohl nicht gegessen haben? Am Ende fand ich es dann in der Tiefkühltruhe. Wieso? Weil ich es am Vortag, nachdem ich es frisch gekauft hatte, dort hinein gelegt hatte. Warum zum Teufel? Ja, das hab ich mich auch gefragt.
Also heißes Wasser über die Packungen laufen lassen, damit ich das Fleisch aus der Packung und die Saugmatte vom Fleisch bekommen konnte. Danach habe ich beide Brocken in die heiße Pfanne geworfen und fluchend das Spritzsieb drauf geworfen. Anstatt es nun kurz ordentlich anzubraten, habe ich das Fleisch auf mittlere Flamme gesetzt und erst mal das Wasser abgekocht. Ging auch, das nächste Mal sollte ich aber beim Einkauf wegpacken meinen Kopf bei der Sache haben.

Sobald das Wasser zum größten Teil weg war, konnte ich die Zwiebeln und den Knoblauch dazu werfen und alles nochmal scharf anbraten. Röstaromen und so. Sobald beides einen schönen Bratgrad hatte, habe ich insgesamt (900g) gefrorenen Spinat dazu geworfen. Und geflucht. Und zwar laut und lange. Nein, nicht weil es gespritzt hatte, sondern weil die zwei Blöcke jegliches umrühren in der Pfanne fast unmöglich machten. Dadurch brannte es mir hier und da an, lies sich aber echt nicht mehr verhindern.

Bratzeug

Sobald der Spinat verteilt werden konnte, habe ich die Nudeln abgekippt (fertig waren sie da lange schon) und in einen großen Bräter geworfen und Mozzarella in Scheiben geschnitten. Der Käse wurde [Zitat]lieblos[/Zitat] auf die Nudeln geworfen. Mannmann fand das recht herzlos und wollte schon anfangen, die Scheiben zärtlichst über alle Nudeln und seinen Magen zu verteilen. Habs ihm verboten und in den Moment, wo er mit den Fingern schon nach der ersten Scheibe greifen wollte, den Pfanneninhalt drauf gekippt, was durch lautes Fluchen – nun seinerseits – begleitet wurde.
Danach habe ich das ganze gut umgerührt, weswegen liebevolles Verteilen einzelner Zutaten echt sinnfrei wäre. Darüber habe ich noch ein Schälchen Milch (kP… 250ml?) sowie ein Döschen Schlagsahne drüber gekippt.

Mischen

Mannmann beobachtete das mit großen Augen und trauerte dem Käse nach. Anschließend jammerte er mich geschlagene fünf Minuten an noch mehr Käse zu benutzen. Halt oben drauf. Weil überbacken und so. Eigentlich gehörte der da nicht drauf aber ich wollte von ihm im November ja ein Spiel haben, da muss ich schleimen. Geriebenen Käse her. Dennoch musste ich ihn dann aus der Küche werfen, weil er der Meinung war zu kommentieren, wo ich noch zu wenig Käse verteilt hatte. Was quasi schon anfing, als die ersten 20 Käseteilchen im Bräter landeten. Von den etwa 1000 Stücken, die noch fehlten.
Danach kam das Ganze für 35 Minuten bei 180° Umluft in den Herd (ohne Vorheizen).

Wald

Was fehlte dann noch?
Achja. Servieren und essen.
War super lecker. Und viel zu viel, weil das Ganze unglaublich stopft. Lag wahrscheinlich an dem sparsam genutzten Käse.

Fertig mit Logo

Senfeier

Am Wochenende gab es dieses Mal Senfeier. Oder süßssauere Eier. Oder wie ihr die auch immer nennen mögt. Wird also mal wieder Zeit für ein paar Footbilder. 😉

Da es zu Senfeier nur eines geben kann, nämlich Kartoffelbrei, habe ich direkt die Kartoffeln aufgesetzt und sobald sie kochten, von der großen Herdplatte auf die kleine geschoben.
Unser Herd ist nämlich Hightech ohne Ende – hat aber eigentlich nur vier kleine Herdplatten. Bei zwei Platten kann man aber (durch Überdrehung des Knopfs) zusätzliche Heizspiralen aktivieren. Dadurch wird eine der vorderen Herdplatte zu einer großen und eine der hinteren zu einer Bräter-Herdplatter. Das ist durchaus praktisch, aber wenn man viele große Sachen hat – und nix im Bräter – muss man immer ein wenig jonglieren. Hier habe ich also die Kartoffeln auf der großen vorderen Platte zum kochen gebracht und die kleine konnte dann problemlos das Wasser auf Temperatur halten. 😉

Mannmann hatte zuvor schon Eier gekocht. Ich mag das nämlich nicht. Die Eier müssen hart sein, sollten aber nicht übergekocht werden – also das Eigelb darf nicht stauben. Die Eier kann man danach gut abschrecken und im kalten Wasser liegen lassen, bis man den Topf braucht.

Sobald man eine freie, große Herdplatte hat, kann man eine Pfanne drauf stellen und Öl heiß werden lassen. Ich werfe zum Testen obs heiß genug ist gerne ein Speckstück rein:

Testspeck1

Und dann wartete ich… und wartete ich… und wartete… und warte…gähn…te. Zeit für Fotos. Fotos. Noch mehr Fotos. Hrm. Dauert doch sonst nicht so lang? Habe ich auch die Zusatzspiralen angemacht? Also Pfanne hochgehoben und… äh… warum ist da denn GAR nichts rot? Ach… ja stimmt… weil… ich während dem Warten auf die Kartoffeln schon andere Dinge gemacht habe und dies nach den Umschieben beendet hatte – und solange die Herdplatte komplett ausgemacht hatte. Wenn die Stäbe nicht feuern, kann ich lange auf Blubberblasen warten…
Eine Minute später sah es schon besser aus.

Testspeck2

Und kurz darauf war es dann heiß genug.

Testspeck3

Ich kippte den Rest Speck und gewürfelte Zwiebeln dazu und lies es ein wenig ziehen. In der Zeit drücke ich Orangen aus. Als Speck und Zwiebeln schön durch waren (Zwiebeln leicht braun, Speck kurz vor knusprig), hab ich Stängelbohnen drauf geschmissen und noch nen Schuss Butter mit drauf geworfen.

Speckbohnen

Da dürfen sie nun in Ruhe braten. Ab und zu wurde umgerühert, aber im groben und ganzen kommen die Speckbohnen alleine klar.

Während dem ganzen Warten habe ich insgesamt 5 Orangen ausgedrückt. Omnomnom sehen die saftig aus.

Orange

Schade, dass ich immer so ein Problem mit Kernen in Orangen habe. Schmecken tun mir die Früchte, aber die Kerne lassen die Lust recht schnell vergehen. Zudem habe ich schon mal ein Liter Gemüsebrühe mit Hilfe heißem Wasser angesetzt. Kochen muss es nicht, heiß reicht hier vollkommen. Danach habe ich dann die inzwischen handwarmen Eier geschält und zur Seite gelegt. Waren nur so ein paar:

Insgesamt 20 – 1. Ein Ei fiel Mannmanns Nascherei zum Opfer.
Den Eitopf trocknete ich grob ab – vor allem den Boden und die Außenseiten – und stellte ihn wieder auf den Herd. Ein wenig Butter rein und warten.

Sobald die Butter (fast 200g) komplett geschmolzen war, kamen sechs Löffel Senf und 600ml saure Sahne dran. Das wird mit Pfeffer, Salz und Honig abgeschmeckt und aufgekocht. Während man darauf wartet, nimmt man etwas von der Gemüsebrühe auf und vermischt es mit Mehl. Hat man das fertig, kann man es in die restliche Brühe wieder einmischen. Nun kippt man Brühe und den Orangensaft in die Soße, wirft noch etwas Petersilie dazu und legt dann vorsichtig die Eier in die Soße.

Ei in Soße
Hatte Petersilie vergessen und habs nach den Eiern reingeworfen…

Zum Abschluss kam noch ordentlich Rosenpfeffer drauf.

Hat man das alles fertig, kann man schon die Kartoffeln abkippen und zu Kartoffelbrei nach üblichen Rezept verarbeiten. Fertüüüüg.

Das Ganze war einfach suuuuperlecker, auch wenn die Soße dann doch wieder viel zu dünn war. Hätte mehr Mehl gebraucht. Fiel aber auch erst auf, als ich es auf den Teller schöpfte. Im Topf sah die genau richtig aus. :/ Naja… man kann sie dafür super mit den Kartoffelbrei vermanschen, dann ists auch gut. 😉

Sieht man mal vom Testspeck und meinem Fail ab, hat man immer was zu tun… wartet man darauf, dass irgendwas heißt wird, muss man irgendwas zerhacken, zerstückeln oder ausquetschen. Dadurch hat sogar mit das Kochen echt Spaß gemacht. o.o

Im Nachhinein weiß ich aber: 20 Eier sind nicht genug. Hab insgesamt nur 5 abbekommen. ._. Der Rest ist in Mannmann verschwunden.

Durchfall

Sarah PTA hat mir ein Rezept mit tollen Namen verraten. Ich hatte mir vorgenommen es nach zu kochen. Deswegen gab es dieses Wochenende nun Durchfall. 😀

Leider waren die Angaben in dem Kommentar nun nicht allzu genau. In welchen Verhältnis sollen Würstchen und Kartoffelbrei zueinander stehen? Was für Bohnen? Wie lange in den Ofen? Gewürze?
Aber da es ein frei-nach-Schnauze-Rezept war, habe ich einfach auch frei nach Schnauze agiert. 😉

Zu Beginn hieß das Kartoffeln schälen. Da bin ich immer so semibegeistert. Leider wollte Mannmann mir das nicht abnehmen. Kurz überlegte ich, ausnahmsweise mal fertigen Kartoffelbrei zu nehmen – aber… neeeeee! Schmeckt nicht! Lieber selbstgemacht!
Also mehlige Kartoffeln geschält, schön kleingeschnitten, gekocht und sobald die Stückchen schön weich waren (mit der Zunge am Gaumen zerdrückbar), das Wasser abgekippt.
Danach den Mixer rausgesucht (mit stabilen Rührstäben!), Milch in den Topf geschüttet, Kartoffeln etwas vorgestampft und dann den Mixer angeschmissen. Zwischendurch immer Milch nachgekippt und mit Salz, Muskatnuss, Pfeffer und Paprika gewürzt. Die Bessere macht noch Butter dran und lässt den Muskat weg, aber ich bin ein Muskatjunky. Muttern dachte mal, dass man testweise mal Spüli reinkippen sollte – nach dem lauten Gefluche im Anschluss zu urteilen, war das dann aber nicht so gut. Sie hat dann auch nochmal neue Kartoffeln gekocht. *kicher*

Toffelbrei+

Wenn die Toffeln schön breiig sind, so wie im Bild oben, ist er fertig. Wenn der Brei zu sehr nach Milch schmeckt, einfach mehr Gewürze dran.
Leider hatte ich mich etwas arg verschätzt. Ich habe halt die Menge Kartoffelbrei gemacht, die ich IMMER mache (aus einem 1kg-Sack) – damit war mein Bräter aber schon voll. Egal. Ging trotzdem. 😀

Während die Kartoffeln kochen, kann man schon mal die Bratwürstchen anbraten. Ich hab die Billigsten aus dem Netto genommen, die erstaunlich gut schmeckten – und zwar so gut, dass Mannmann beschloss, von nun an nur noch diese zu kaufen. Und das will schon was heißen.
Die Würstchen habe ich abkühlen lassen (2 Sekunden oder so) und dann in kleine Stückchen geschnitten.

Anschließend kam erst der Kartoffelbrei in den Bräter/Auflaufform/Badewanne (je nach Menge), dann die Würstchen und die Bohnen (ich hatte mich dann für weiße Bohnen entschieden, da ich die recht gern esse und das ins Farbkonzept passte… ). Mannmann rührte in der Zeit die Jägersoße an (wegen der geringen Masse an Kartoffelbrei nahm er zwei Würfel) und kippte das auch noch oben drauf. Der Bräter war nun langsam bedenklich voll. Nächstes Mal doch die Badewanne!

Dafür erkennt man wunderschön, warum Durchfall Durchfall heißt!

warum es Durchfall heißt

Zum krönenden Abschluss kam das drauf, was fast überall mit drauf gehört: Bacon Tomaten Käse.

Käse drauf

Nachdem der Käse überall verteilt war, verlor sich die Optik etwas. Zum Glück.
Danach schoben wir die Möchtegernbadewanne für 45 Minuten bei 160°C Umluft in den Ofen. Irgendwer hatte heimlich einen Springbrunnen am Bräter installiert. Stellten wir fest, als wir das gute Stück wieder raus holten. Also plant noch einige Zentimeter nach oben ein, wenn ihn das nachkochen wollt. Es läuft über!
Dennoch ergaben sich recht interessante Figuren im Bräter.

Danach gab es kein Halten mehr. Mannmann schaufelte dieses Mal, denn ich hätte sonst die halbe Küche überschwemmt. Auf dem Teller sah aus auch wieder deutlich mehr nach Durchfall aus – also ein Schönheitspreis wird das Gericht sicher nicht gewinnen:

Fertig

Es hat aber erstaunlich gut geschmeckt. Nicht unbedingt das Essen, dass ich einem Gast servieren oder bei einem besonderen Anlass darreichen würde, aber für so eben mal, wenn einen nix einfällt, echt gut. Satt machen tuts auch. Schnell und einfach ist es eh. Danke dafür, Sarah!

Und es hat BATSCH gemacht

Die Bessere hatte gestern nichts besseres zu tun, als mir von den Gericht vorzuschwärmen, dass sie gerade gemacht hat. Da dieses Gericht Wochen zu vor von mir getestet und als „OMG HAMMER GEIL GIMME MEHR!“ befunden wurde, reichlich Tomaten enthält und mit Knoblauch gewürzt wird, saß ich mit sabbernden Mund vorm PC und dachte:
Will auch!
Leider war da die Erkenntnis, dass ich keine einzige Tomate im Haus hatte, von einem Großteil der anderen Zutaten mal abgesehen, die auch nicht da waren UND das ich noch schnell zum Nichtreal laufen müsste, wenn ich das jetzt nachkaufen wollen würde. Zwar gibt es so gesehen alle Zutaten auch immer Netto, allerdings brauchte es Fleischtomaten. Im Netto hatte ich nur die Wahl zwischen Rispen- und Coctailtomaten. Hrmpf.

Also lief ich HEUTE in den Nichtreal, denn gestern war es mir dann schon zu spät und kaufte alles, was es so brauchte. Also 6 Fleischtomaten, 200g feingescheibter Bacon, 2 Becher Saure Sahne, einmal großes Schmand, zweimal Mozzarella und noch hier und da was, was aber für das Gericht nicht sonderlich interessant wäre.

Zu Hause habe ich dann als erstes Reis kochen wollen. Mir fehlt jeglicher Sinn für „Reis ist fertig“ und meist hohle ich ihn zu früh, daher dachte ich mir, bei 30 Minuten vorbereiten und 30 Minuten Backen sollte das reichen.
Gerade als ich das Salz aus dem Gewürzschrank nahm, musste ich so dermaßen niesen, dass sich Reflexartig meine Hand öffnete.

Nachdem ich die halbe Packung Salz vom Boden wieder aufgefegt und weggeworfen hatte, kam ich dann auch dazu das Reiswasser zu salzen. Geht ja schon gut los!

Auch bei den Tomaten hatte ich auch kein Glück. Sie fielen zwar nicht der Schwerkraft zum Opfer, dafür waren die Stängel arg verwachsen, so dass ich relativ viel Fleisch verwerfen musste. Aber gut, sehen tut man das am Ende eh nicht mehr.
Also für die Nachkocher:
Tomaten waschen und den Stängel großflächlich und Trichterförmig ausschneiden, danach schauen, ob noch holzige Teile im Fleisch sind, die sollten auch entfernt werden (stört nicht beim Geschmack, aber beim Kauen).
Dann eine Auflaufform großzügig mit Butter einreiben und den Bacon auslegen. Wer Bacon eher kross mag, sollte den vorher leicht anbraten, ich mags lieber flubberig. 😉 Der Boden sollte möglichst nicht mehr zu sehen sein (okay… kann ruhig, aber dann hat man weniger Bacon! Und es kann niemals zu viel Bacon geben!). Darauf wiederum setzt man dann die Tomaten mit der Öffnung nach oben.

Anschließend werden der Schmand und die Saure Sahne vermischt. Außerdem gibt man noch Petersilie, Bassilikum und Salbei dazu – entweder frisch oder getrocknet oder aus der Tiefkühltruhe. Je nach Vorliebe, Faulheit oder Pragmatismus. Ich find Tiefkühlkräuter nebenbei hammerstark. 😉
Zum Schluss würfelt man noch 3 (große) bis 6 (kleine) Knoblauchzehen und mischt das alles in die Pampe.
Danach kommt Pampe in die Öffnung der Tomaten – daher ist es egal, wie sehr ihr da wütet. Man sieht eh nix!
Was übrig bleibt, wird um die Tomaten herum verteilt. Gibt lecker Soße!
Als Krönung kommt auf jede Tomate und deren Umgebung noch Mozzarella. Für dieses Gericht nehme ich gerne diese kleinen Kügelchen, weil man dann nichts schneiden muss und das Verhältnis der Kügelchen gut zu den Fleischtomaten passt. Etwa 3/4 der Einlegesoße von einer Mozzarella kippe ich dann noch in die Soße mit dazu, um mehr Volumen zu bekommen.

Danach kommt das alles für 25 – 35 Minuten bei 180° Heißluft in den Ofen und fertig sind sie… die Knoblauchtomaten!

Zum Überführen der roten Köstlichkeit auf einen Teller benutze ich gerne eine Zange, dann muss man sie aber gut fassen. Hier hat es dann nämlich BATSCH gemacht und die Tomate lag wieder in der Auflaufform… und ihre Füllung war einmal durch die ganze Küche verteilt. -.-“
Aber: schmecken tut sie. 😀

Wir haben dazu nebenbei auch schon Pommes oder Koketten gegessen, wobei letztere deutlich mehr Soße brauchen – denn so oder so kommt da echt nicht viel raus und Koketten saugen ja wie irre.
Pro Person sollte man mit 2 – 3 Tomaten rechnen.

Wegen des BATSCH gibt es dieses Mal auch keine Bilder. Das sah danach einfach nicht mehr schön aus.

Mount Escalope

Dieses Wochenende wussten weder Mann noch ich, was es denn zu speißen geben sollte. Auf die meisten Vorschläge hatten wir in der Regel beide keine große Lust, bis dann Männe einfiel, dass wir lange keine Schnitzel mehr hatten. Tatsächlich gab es die letzten am Schnitzelgedenktag zu Big Boss‘ Todestag im Januar und da im Netto Schnitzel Mangelware war, gab es da sogar eher vermehrt Kotelett denn Schnitzel. Damit war der Löwenteil schon mal geschafft, doch was dazu?
Ich wollte gerne Rotkohl, da ich den recht gern esse – Mannmann wollte aber Pommes und da passt dann der Kohl nicht mehr. Er fing dann schon wieder mit blanchieren an, aber auf die Gemüsesorten hatte ich wiederum wenig Appetit. Also schlug er Paprikasalat mit Zwiebeln vor, ich Gurkensalat mit Sahne und am Ende einigten wir uns auf Tomaten. ¯_(ツ)_/¯

Also sorgte ich dafür, dass wir die nötigen Materialien im Haus hatten – wobei da nicht wirklich viel fehlte – und Mannmann sollte die Küche bereinigen, damit ich da werkeln kann. Ich verließ mich da auf ihn, da er einen ungemein starken Ordnungszwangdrang hatte und die Küche recht chaotisch aussah. Wir stellen benutztes Geschirr nämlich immer erst mal auf die Arbeitsfläche und den ersten den es stört, darf es dann in die Geschirrspülmaschine packen. In der Regel ist er das – dafür erwische ich das Ding dann immer sauber, wenn ich dann mal was rein stellen will und darf erst mal leer räumen. Das liegt nebenbei nicht daran, dass Mannmann die einfach anstellt und dann nicht leer räumt sondern daran, dass er sie vorher hat laufen lassen, weil sie voll war und ich eher zufällig was reinstellen will, wenn sie am auslüften ist.
Aber irgendwie… naja… ich weiß nicht:

Müllberg

Aufgeräumt ist anders.
Ich schiebe es aber einfach mal auf den Wasserkern, denn heute kam der Neue und er war soooo aufgeregt, endlich wieder im Wellenbad schlafen zu dürfen. Trotzdem half er dann noch nach meinen Protest. Er hang einen gelben Sack in den dafür vorgesehenen Behälter und warf die Aluschale weg. Um Tetris Geschirrspülamschine einräumen durfte ich mich kümmern. Manchmal will ich ihn ja…
Aber gut. Nach dem ich meinen heiß geliebten Tomatensalat (nun auch mit Bildern!) mit nur 20 Tomaten und 5 Mozzarellakugeln (he, Mann wollte auch was ab!) fertig hatte, machte ich mich also an die Schnitzel.

Dazu sei gesagt: Viele Leute – eigentlich alle die ich kenne – machen die Schnitzel irgendwie anders als ich. In der Regel werden sie dann trockener, dünner und fade. Wie sie das schaffen? Kein Plan. Schnitzelmachen hab ich von Mama gelernt und die hat es sich vor ihrer Bekanntschaft mit Mr. „Ich zieh schon rechtzeitig raus!“ selbst beigebracht – also lange vor Internet, Wende und michse da. Dafür sind die dann immer saftig, dick und einfach besser. (Tatsächlich bestelle ich mir keine Schnitzel mehr auswärts, da sie mir einfach nicht munden)
Im Prinzip einfach: Schnitzel nicht verkloppen (das arme Fleisch!), drei oder mehr rohe Eier ohne Schale in einen tiefen Teller geben, dieses salzen und pfeffern und noch andere Gewürze nach Lust und Laune (ich mach gerne Paprika und einen Hauch Muskatnuss dran) und mischen. Auf einen flachen Teller Semmelbröselmehl verteilen und einen dritten, flachen Teller leer dabei stellen. Nun die Schnitzel erst ins Ei, dann von beiden Seiten in das Mehl und dann auf den Teller packen. Fertig. Ich versuche dabei zu vermeiden, dass die Kanten der Schnitzel mit den Bröselmehl in Kontakt kommt, weil ich das einfach schmackhafter finde (kann aber auch ein Spleen meinerseits sein).
Anschließend werden die Schnitzel wie üblich bei mittelhoher Hitze (bei unserem 12stufigen Herd nehme ich die 8, sobald das Öl heiß ist; bei meiner Mutter mit 3 Stufen (und halben Stufen dazwischen) 2,5) gebraten, bis sie irgendwas zwischen Goldgeld und Braun sind.
Da Mannmann und ich sehr genügsam sind, hatten wir entsprechend wenig Schnitzel:

Schnitzelberg

Dazu gab es dann noch eine kleine Schüssel Salat Tomamozzi:

kleiner Berg

Und Mannmann machte sich noch eine (eher günstige) Flasche Wein auf, die nun schon etwas länger in seinem gut sortierten Weinregel stand. Er begründete das mit „zur Feier des Tages“ – der Anlass war, dass er nun endlich wieder im Wasserbett schlafen könne – das dritte mal in seinem zweiwöchigen Urlaub, was wirklich bitter ist. Denn Montag muss er wieder ran. Arme Sau!

Weinberg